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Einsatz 32 von 62 Einsätzen im Jahr 2017
Einsatzart: UG-ÖEL
Kurzbericht: Notlandung Kleinflugzeug
Einsatzort: Ahornberg
Alarmierung Feuerwehr Wiesau : Alarmierung per Funkmeldeempfänger

am 18.06.2017 um 15:40 Uhr

Fahrzeuge am Einsatzort: ELW 1
alarmierte Einheiten:
UG-ÖEL
Polizei
THW Marktredwitz
FFW Kemnath
Rettungsdienst
FFW Ahornberg
FFW Immenreuth
FFW Kulmain
FFW Punreuth
FFW Kirchenpingarten

Einsatzbericht:

Notlandung Kleinflugzeug

Großalarm der Hilfsorganisationen am Sonntagnachmittag: Zu einer Notlandung eines Kleinflugzeuges wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Nach rund viereinhalbstündiger Flugzeit musste der 16-jährige Pilot, welcher in Eichstätt startete, den Flieger im Acker bei Ahornberg in der nördlichen Oberpfalz notlanden.

Großalarm der Hilfsorganisationen am Sonntagnachmittag: Zu einer Notlandung eines Kleinflugzeuges wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Nach rund viereinhalbstündiger Flugzeit musste der 16-jährige Pilot, welcher in Eichstätt startete, den Flieger im Acker bei Ahornberg in der nördlichen Oberpfalz notlanden.

Anwohner der Ortschaft Ahornberg bemerkten am Sonntagnachmittag den Segelflieger am Himmel. Kurze Zeit später vernahmen diese, dass dieser sich dem Boden immer weiter annähert und schließlich im Feld neben der Staatsstraße 2177 abrupt landet. Unverzüglich setzen diese dann den Notruf ab.

Um 15:40 Uhr alarmiert die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz nach dem Alarmschlagwort "Notlandung Kleinflugzeug" die Einsatzmittel und -kräfte der Feuerwehren aus Ahornberg, Immenreuth, Punreuth, Kirchenpingarten, Kulmain und Kemnath, sowie den Helfer vor Ort aus Immenreuth, den Rettungswagen und Notarzt der Rettungswache Kemnath und die UG-ÖEL aus Wiesau.

Rund 80 Einsatzkräfte rückten an. Schnell war klar, dass kein größeres Eingreifen erforderlich war. Rund 30 Meter neben der Straße kam der Segelflieger, welcher ein Leergewicht von rund 289 Kilogramm hat, in einem bewirtschafteten Ackerfeld, zum Liegen. Umgehend wurde der 16-Jährige Junge durch die Rettungskräfte betreut. Er stand unter Schock, wurde aber, allem Anschein nach, durch den Aufprall nicht verletzt.

"Aufgrund fehlender Thermik musste der Hochleistungssegelflieger, welcher im oberbayrischen Eichstätt seine Reise aufnahm, nach seinem rund viereinhalbstündigen Flug die Notlandung einleiten.", teilten die Beamten der Polizeiinspektion Kemnath, welche mit einer Streife vor Ort waren, mit. Den Einsatz der Feuerwehren leitete der örtliche Kommandant, Wolfgang Zaus, von der Ahornberger Wehr. Dieser wurde von Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther und Kreisbrandmeister Alois Schindler bei der Koordinierung der Einsatzkräfte unterstützt. Neben der Absicherung der Straße nach Ahornberg und der Brandabsicherung, bargen die Floriansjünger auch den Hochleistungssegelflieger F1 aus dem Feld und legten die Teile am Straßenrand ab.

Es herrschte große Freude, als der Fliegerclub Eichstätt Ende Oktober letzten Jahres ihren neuen Segelflieger vom Typ Discus 2c in Empfang nehmen durfte. Der Segelflugverein stieg von der zweiten in die erste Segelflugbundesliga auf. Ihr Hochleistungssegelflugzeug D-1951 hat eine Spannweite von 15 Metern, welches jedoch durch Ansteckflügel auf 18 Meter erweitert werden kann. "Das Kennzeichen des neuen Hochleistungssegelflugzeuges D-1951 erinnert an das Jahr 1951, in dem auf der Waschette im Juni der erste Segelflugstart mit einem Schulgleiter absolviert wurde.", teilt der Fliegerclub auf seiner Internetseite mit. 66 Jahre später, im Juni 2017, endete nun der Flug, für das neueste Hochleistungssegelflugzeug Schempp-Hirth Discus 2c des Eichstätter Fliegerclubs, in der nördlichen Oberpfalz bei Ahornberg, Gemeinde Immenreuth im Landkreis Tirschenreuth.

"Mit dem neuen Hightech-Segelflugzeug stehen die Chancen sehr gut, fliegerische Höchstleistungen in der Flugsaison 2017 zu erfliegen, um sich in der 1. Segelflugbundesliga gegen 30 andere deutsche Vereine behaupten zu können.", teilte der Donaukurier im Oktober 2016 mit, als der Eichstätter Segelflugclub den neuen Segelflieger in Empfang nahm. Dies wird jedoch, zumindest mit diesem einsitzigen Segelflugzeug, erst nach der Reparatur möglich sein, denn bei der Notlandung nahmen nach ersten Erkenntnissen auch die Tragflächen enormen Schaden.

Bild: www.onetz.de
Text: www.kfv-tir.de

UG-ÖEL vom 18.06.2017  |  (C) Feuerwehr Wiesau (2017)