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24 Stunden Tag der Jugendfeuerwehr

Am Freitag, den 10. August, war es endlich soweit – für 9 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Wiesau sowie 4 Angehörige der Jugendfeuerwehr Voitenthan startete pünktlich um 14 Uhr der sogenannte 24-Stunden-Tag. Die Jugendlichen sollten in dieser Zeit die Gelegenheit bekommen, eine 24-Stunden-Schicht, ähnlich einer Berufsfeuerwehr, einmal selbst zu erleben.

Nach der Begrüßung durch Jugendwart und Kommandanten, wurde der Aufbau des Nachtlagers im Saal des Feuerwehrhauses bereits jäh durch einen schrillen Alarmton unterbrochen. Die Besatzung der Florian Wiesau 40/1 wurde zu einer Kleintierrettung in den Hof der Grundschule gerufen. Nur wenige Minuten später begann die Schicht auch für die im Feuerwehrhaus verbliebenen Kameradinnen und Kameraden. Bei der Dreifachturnhalle war ein Wespennest zu entfernen.

Kaum wieder zurück im Gerätehaus, wurden beide Fahrzeuge erneut von der Leitstelle zu einem First-Responder-Einsatz gerufen. Am nahe gelegenen Badeweiher „Kipp“ hatten sich zwei Jungen beim Spielen am Klettergerüst schwer verletzt und mussten durch die Feuerwehr erstversorgt werden, bis das BRK eintraf.

Das nächste Zusammentreffen mit dem BRK ereignete sich bereits einige Stunden später: Im Wiesauer Bahnhofsgebäude war in einer Erdgeschosswohnung ein Feuer ausgebrochen. Während sich einige der Jugendlichen aus Voitenthan und Wiesau um den Löschaufbau kümmerten, rüsteten sich zwei Trupps mit schwerem Atemschutz aus und gingen in das Gebäude vor. Vom Melder wurden die Einsatzkräfte darüber informiert, dass sich noch zwei Personen im Gebäude befinden. Eine der beiden konnte durch den Angriffstrupp gefunden und trotz starker Brandverletzungen schnell ins Freie gebracht werden. Die Rettung der zweiten Personen gestaltete sich sehr viel schwieriger. Diese lag bewusstlos in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss und konnte nur mit Hilfe der Mitterteicher Drehleiter über das Fenster gerettet werden. Nach der Erstversorgung durch das Jugendrotkreuz und die Wasserwachtjugend aus Waldsassen und einen extra herbeigeeilten Notarzt, konnte der Patient ins Klinikum „Rechts der Wiesau“ abtransportiert werden.

„VU mit Pkw, mehrere Personen eingeklemmt“, so lautete das nächste Einsatzstichwort um ca. 21 Uhr. Auf dem Höhenweg im Kreuzungsbereich bei Tirschnitz waren zwei Autos verunglückt. Die jeweils schwerverletzten Fahrer mussten mit schweren hydraulischen Rettungsgeräten aus ihren Fahrzeugen befreit und durch das BRK versorgt werden. Aufgrund der bereits einsetzenden Dämmerung, war die vorherige Ausleuchtung der Unglücksstelle unentbehrlich.

Nach wenig Schlaf fand die Nachtruhe ein jähes Ende: im Gebiet der Wiesauer Waldseen wurden zwei Jugendliche vermisst. Klar strukturiert wurde mit der Personensuche begonnen. Bereits nach kurzer Zeit konnten beide unverletzt aufgefunden werden.

Am Morgen wurden die beiden Jugendfeuerwehren zu einer Wohnungstüröffnung gerufen. Nach erfolgreichem Aufbohren des Türschlosses, hatten die jungen Leute Gelegenheit an zwei in der Wohnung platzierten Reanimationspuppen ihre Kenntnisse rund um die Wiederbelebung zu vertiefen.

Auch ein BMA-Alarm in der Firma Wiesauplast, der sich zum Glück als Fehlalarm herausstellte, konnte die gute Stimmung der Truppe am Morgen nicht verderben. Nach einem ausgiebigen, gemeinsamen Frühstück in der Pergola des Feuerwehrhauses, ertönte erneut der Einsatzton. In der örtlichen Kläranlage war ein Mitarbeiter bei Reparaturarbeiten fünf Meter tief durch einen Schacht in den Keller abgestürzt. Durch die eilends aufgestellte Steckleiter, konnte der Rettungsdienst schnell zum Patienten gelangen. Mittels eines an der Decke befestigten Flaschenzuges und einer Schleifkorbtrage wurde der Verletzte nach oben gezogen. Durch diese Übung konnten die jungen Feuerwehrler in das Aufgabengebiet der Absturzsicherungstruppe hineinschnuppern.

Beim nächsten Einsatz war höchste Eile geboten: “Brand Freifläche“ wurde von der ILS gemeldet. Bei Muckenthal war aufgrund der langen Trockenheit ein Feld in Brand geraten. Bei Eintreffen der Wiesauer Fahrzeuge, hatte die Jugendfeuerwehr Voitenthan bereits ihre TS gesetzt und mit dem Löschaufbau begonnen. Drei Teilnehmer eines angrenzenden Zeltlagers waren durch den Brand verletzt worden und mussten von einem Atemschutztrupp aus der Gefahrenzone gebracht und vom Jugend-BRK erstversorgt werden. Mit drei C-Rohren und dem Wasserwerfer der Wiesau 23/1 konnte der Flächenbrand schnell gelöscht werden.

Genau 24 Stunden und 12 Einsätze später, ging die interessante und ereignisreiche Übung für alle Beteiligten zu Ende. Die Resonanz war durchweg positiv.

Ein großer Dank gilt der Feuerwehr Voitenthan, der Feuerwehr Mitterteich, der BRK-Bereitschaft Waldsassen, allen beteiligten Personen, die bei der Planung oder Ausführung der Übungen unterstützten und ganz besonders Stefan Salomon für das unermüdliche und realitätsgetreue Schminken der „Opfer“ bei allen Einsätzen.

© Text & Fotos: FF Wiesau // Nico Tretter

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Letzte Aktualisierung 14/11/2018 - 20:24 Uhr
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