Kein Spielzeug für Floriansjünger


Die technische Ausrüstung einer Feuerwehr sei kein Spielzeug, sagte stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler (am Rednerpult).

Zur vollständigen Ausrüstung einer Feuerwehr gehören zweifellos starke und leistungsfähige Fahrzeuge. Mit genügend Löschwasser an Bord ist man darüber hinaus auch gut gerüstet. Aber es bedarf noch viel mehr.

Die zahlreichen Hilfeleistungen auf dem Straßennetz rund um Wiesau erfordern auch eine entsprechende technische Ausstattung. Mit der Anschaffung eines TLF 4000 und eines neuen Verkehrssicherungsanhänger bleibt die Feuerwehr Wiesau mit dem fortschreitenden technischen Niveau auf Augenhöhe. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste wurden die neuen und leistungsfähigen Fahrzeuge nun vorgestellt. Den kirchlichen Segen spendeten der katholische Pfarrer Max Früchtl und sein evangelisch-lutherischer Amtsbruder Ralph Knoblauch aus Tirschenreuth.

"Hauptdarsteller" während des Nachmittags war zweifellos das neue TLF 4000. Rund 362 700 Euro hat es gekostet. Einen Teil der Anschaffungskosten in Höhe von 97 000 Euro übernahm der Bezirk. 20 000 Euro steuerte die Feuerwehr selber bei. Die Gemeinde legte rund 218 700 Euro drauf, 27.000 Euro kamen vom Landkreis. Der neue Verkehrssicherungsanhänger kostete 15 100 Euro. Auch hier flossen Fördergelder in Höhe von insgesamt rund 7400 Euro. Stolz betrachtete Kommandant Thorsten Meiler "seinen" erweiterten Fuhrpark und stellte zufrieden fest: "Die Wiesauer Feuerwehr sei damit weiter gut aufgestellt".

Feuerrote Hüpfburg

Heimlicher Hauptdarsteller des Nachmittags aber war eine rote Kinderhüpfburg. "Dafür konnten jedoch keine Fördergelder beantragt werden", betonte Feuerwehrvorsitzender Manfred Beer ausdrücklich. Aus welchem Grund man sich für die Anschaffung eines feuerwehreigenen Spielgerätes entschlossen hatte, erläuterte Beer mit einer plausiblen Begründung. Beim Familienfest ergangenes Jahr waren die Leihburgen allesamt anderswo im Einsatz. Notgedrungen musste die Feuerwehr auf das beliebte Spielgerät verzichten, die Kinder waren enttäuscht.

Anschließend habe man sich daher für die Anschaffung einer eigenen Burg ausgesprochen. "Ohne großzügige Sponsorenunterstützung jedoch war die Idee nicht zu realisieren." Die Namen der Spender habe man an der "Burgmauer" verewigt, ergänzte Beer und bat darum, den um die Hüpfburg erweiterten Gerätebestand gleich mit zu segnen. Diese könne selbstverständlich auch von Veranstaltern samt Anhänger gemietet werden, informierte der Vorsitzende.

In seinem Grußwort verwahrte sich der stellvertretende Landrat Dr. Alfred Scheidler ausdrücklich gegen die landläufige Meinung Feuerwehrautos seien nur Spielzeuge für die Floriansjünger. Die Einsatzstatistik spreche da eine ganz andere Sprache. Die technische Ausrüstung komme zweifellos dem Gemeinwohl zu Gute. Als Geschenk hatte Scheidler einen Umschlag mit Inhalt dabei. Dieser sei - anders als der Zuschuss - jedoch nicht zweckgebunden, bemerkte er lächelnd.

Gottes Segen

Ein Verkehrsstau hinderte Bürgermeister Dutz an der rechtzeitigen Teilnahme der Feier. Sein Stellvertreter Fritz Holm erinnerte daran, dass sich die Aufgaben der Feuerwehr in den letzten Jahren deutlich erweitert hätten. Den symbolischen Autoschlüssel übergab Holm Maschinistenchef Ralf Steinberger. Kreisbrandrat Andreas Wührl empfahl mit Blick auf die feuerrote Hüpfburg schon mal vorsorglich die Gründung einer Kinderfeuerwehr. Mit dem Segen Gottes, gespendet von den Geistlichen beider Konfessionen übernahm die Feuerwehr Wiesau dann ihren erweiterten Fahrzeugbestand.

Den ausführlichen Bericht über unser neues TLF 4000 finden Sie hier!


      Kommandant Thorsten Meiler (am Rednerpult) eröffnete die Einweihung mit einigen Grußworten.


      Den Segen Gottes spendeten die beiden Pfarrer Max Früchtl (am Rednerpult) und Ralph Knoblauch (zweiter von rechts).


      2. Bürgermeister Fritz Holm (am Rednerpult) übergab den symbolischen Zündschlüssel.


      Der zuständigen Sachbearbeiterin für die Feuerwehr des Marktes Wiesau, Martina Bauer (dritte von rechts), dankte Kommandant
      Thorsten Meiler mit einem Blumenstrauß.


      Viele Kameraden aus den umliegenden Feuerwehren fanden den Weg ins Wiesauer Feuerwehrhaus.


      Bei Kaffee, Kuchen und einer Brotzeit konnte man anschließend das neue Tanklöschfahrzeug besichtigen.

     © Text: Der Neue Tag / Änderungen & Fotos: FFW Wiesau


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Letzte Aktualisierung 25.07.2021 - 10:09 Uhr
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